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Jeder der schon einmal versucht hat ein Foto mit einem langbrennweitigen Objektiv aufzunehmen weiß, wie schwierig es ist, die richtige Scharfeinstellung zu treffen. Für den Tier- und Landschaftsfotografen hat die Kameraindustrie zwar ein in den letzten Jahren immer weiter verbessertes Hilfsmittel - den Autofocus - entwickelt, jedoch ist dieser in der Astrofotografie nicht zu gebrauchen.
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Der Grund hierfür ist, daß alle auf dem Markt befindlichen Autofocussysteme ein ausreichend kontrastreiches Motiv benötigen, damit die im Inneren der Kamera angeordneten Sensoren die aktuelle Bildschärfe begutachten können. Bei den meist jedoch nur sehr lichtschwachen astronomischen Objekten (verbunden mit den im Vergleich zu "normalen" Aufnahmen verwendeten geringen Blendenöffnungen) ist ein erfolgreiches Scharfstellen also (vielleicht mit Ausnahme des Mondes) nicht möglich! Hinzu kommt noch, daß man einen Mechanismus benötigt, mit dem die Kamera selbständig die Fokussierung des Objektivs - in unserem Falle also des Teleskops - übernehmen kann. Da jedoch fast jeder Kamerahersteller seinen eigenen Objektivanschluß und auch jeder Teleskophersteller seinen eigenen Okularauszug konstruiert hat, ist hier eine allgemein verwendbare Adaptionsmöglichkeit nicht herstellbar.
Für den durchschnittlichen Amateurastronomen gab es daher bisher nur die Möglichkeit mit Hilfe eines ausreichend hellen Sterns auf der Mattscheibe der Kamera (bzw. auf dem Monitorbild der CCD-Kamera) ein möglichst kleines Bild einzustellen. Da jedoch sowohl die Mattscheibe der Kamera als auch ein CCD-Bild immer ein leicht "körniges" Aussehen haben, ist eine 100%ige Scharfeinstellung auf diese Weise fast unmöglich zu erreichen.
Die Teleskophersteller bieten zu diesem Zweck seit einiger Zeit verschiedene Hilfsmittel zum besseren Fokussieren an. Diese z.B. unter den Namen "Multi Function Focal Tester" oder "Sure Sharp" angeboten Zubehörteile lagen mit ihrem Preis von mehreren 100,- DM allerdings weit über der Schmerzgrenze vieler Amateure. Doch auch für die Leser, die nicht so viel Geld ausgeben wollen, gibt es eine Möglichkeit bei jeder Aufnahme ein optimal scharfes Bild zu erhalten!
Wesentlich preiswerter als der Kauf einer der oben genannten fertigen Scharfstellhilfen ist nämlich der Selbstbau einer simplen Doppel-Lochblende (Materialaufwand unter 20,- DM), die dann als Maske vor dem Objektiv verwendet wird. Das dahinter stehende Prinzip ist einfach:
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Sowohl intra- als auch extrafocal sind zwei getrennte Sternabbildungen sichtbar. Nur im exakten Focus verschmelzen die beiden Einzelbilder zu einem einzigen Punkt! |
Ein unscharf eingestelltes punktförmiges Objekt (also auch ein Stern) wird immer als kleines Scheibchen in Form der Objektivöffnung wiedergegeben. Im Fall eines Refraktors ist dies eine Kreisscheibe. Bei Teleskopen mit Einbauten im Strahlengang (fast alle Spiegelteleskope mit ihren Fangspiegeln) ist es ein Ring! Da es jedoch für das menschliche Auge sehr schwer ist, den Unterschied zwischen einem solchen kleinen Scheibchen und einem exakten Punkt zu bestimmen, kommt uns hier die doppelte Lochblende entgegen. Selbst wenn man nur minimal von der exakten Brennpunktposition entfernt ist, sieht man zwei getrennte Lichtflecken oder zumindest einen leicht länglichen Lichtfleck, da das von der Lochblende erzeugte Doppelbild erst im genauen Fokus zu einem einzigen kleinen Punkt verschmilzt.
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